Neuigkeiten

Neuigkeiten

Ausbildung zur Keramikgestalterin und damit verbundene Änderungen im Kursbetrieb

Liebe Töpferfreunde,

seit August 2019 absolviere ich eine Ausbildung zur staatlich geprüften Keramikgestalterin an der Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen im Teilzeitmodell. Die Ausbildung erstreckt sich über 5 Jahre, wobei ich in jedem Schuljahr drei bis vier Module über jeweils einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen besuchen werde. Die Module variieren zeitlich von Jahr zu Jahr, so dass ich die von mir in meiner Werkstatt angebotenen Kurse entsprechend einpasse.

Im laufenden Schuljahr werde ich die Fachschule zu folgenden Zeiten besuchen:

  • 3. und 4. Modul, 02.11.2020 bis 27.01.2021,
  • 7. und 8. Modul, 22.04.2021 bis 16.07.2021.

Während meiner Abwesenheit kann ich leider keine Kurse, offene Werkstätten, Kindergeburtstage und Wichtelwerkstätten anbieten. Die Nutzung der Werkstatt bleibt dem Fortgeschrittenenkurs vorbehalten.


Kursangebote für das erste Halbjahr 2021

Nach meiner Rückkehr aus Höhr-Grenzhausen beginnen wir mit einem vierwöchigen Baukurs:

„Kistchen, Kästchen, Kolossales…“ – Experimentelles Bauen mit Platten

Baukurs BAUMoF0101022021
4x Montag, vom 01.02.2021 bis 22.02.2021, jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr

In diesem Kurs geht es um das Bauen mit Tonplatten – eine Technik, die auf der stabilen Eigenschaft des lederharten Tons – im Zwischenstadium zwischen nass und trocken – basiert. Wir werden die Tonplatten zunächst vom Stock schneiden und auf Gipsplatten antrocknen lassen. Danach gestalten wir die Oberflächen der Tonplatten und schneiden sie im Anschluss nach individuellen Schnittmustern zu, bevor sie noch im lederharten Zustand zusammengefügt werden. Nach dem Schrühbrand können die Gefäße engobiert oder glasiert werden, eine Kobination mit Braunstein ist ebenfalls möglich.

Durch die Verarbeitung im lederharten Zustand ist es möglich zum einen erstaunlich präzise Flächen und Formen herzustellen, die auch stärkeren Kräften beim Bauen standhalten, und zum anderen architektonisch völlig offen und experimentell zu arbeiten. Dieser Kurs ist für Teilnehmer*innen geeignet, die bereits über Grunderfahrungen im Bauen verfügen.


„Jetzt wird durchgedreht!“ – Drehkurse

Folgende Kursangebote stehen für Euch zum Erlernen des Drehens an der Töpferscheibe zur Verfügung:

Anfängerkurs DREDIEA0123022021,
6x Dienstag, vom 23.02.2021 bis 30.03.2021, jeweils von 18:00 bis 21:00 Uhr

Anfängerkurs DREMIA0124022021,
6x Mittwoch, vom 24.02.2021 bis 31.03.2021, jeweils von 18:00 bis 21:00 Uhr

Fortgeschrittenenkurs DREDOF0125022021,
6x Donnerstag, vom 25.02.2021 bis 01.04.2021, jeweils von 18:00 bis 21:00 Uhr

An die sechswöchigen Drehkurse schließt sich dann wieder ein thematischer Baukurs an, der über 4 Wochen gehen wird:


„Wir bringen Licht ins Dunkel“ – Herstellung von Leuchtobjekten durch Einformen keramischer Massen in Gipsformen

Baukurs BAUMoF0229032020
4x Montag, vom 29.03.2021 bis 20.04.2021, jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr

Zunächst formen wir zwei unterschiedlich schamottierte Tonmassen in Gipshalbkugeln bzw. –ovale ein und lassen diese anziehen. Danach werden die Rohlinge entformt und versäubert. Der Oberflächengestaltung im lederharten Zustand sind keine Grenzen gesetzt. Man kann die Objekte ganz glatt polieren, dekoriert in Ritz- oder Stempeltechnik, arbeitet mit Reliefs oder man schlickert kleine Details auf. 

Im Anschluss werden mit Hilfe von Lochstechern oder Töpfermessern Aussparungen nach den individuellen Vorstellungen der Teilnehmer vorgenommen und versäubert. Nach dem Trocknungsprozess erfolgt der Schrühbrand der Objekte bei 900°. Am letzten Abend können die Lichtobjekte engobiert, dekoriert und glasiert werden.


„Faszination Raku“ – Kurs 1. Halbjahr 2021

Was wird Euch bei einem Rakubrand erwarten? Die geschrühten, im Nachgang dekorierten und mit Rakuglasur versehenen Teile werden im Holzofen bis ca. 1000° auf „Sicht“ gebrannt. Nach dem Aufschmelzen der Glasuren entnehme ich die rotglühenden Gefäße dem Ofen mit einer langen Zange und gebe sie in eine Tonne mit Sägespänen, in der sie nachreduzieren können. Durch das schlagartige Abkühlen reißt die Glasur in feine Craquelés. Während des Schmauchprozess in der Tonne entsteht Kohlenstoff, der in alle unglasierten Stellen eindringt und den Scherben schwarz färbt. Damit wird das für Raku typische Craquelé sichtbar. Die entstehenden Zufälligkeiten auf der Oberfläche, der Zangenabdruck oder Brandflecken sind gewünscht und machen jedes Stück zu einem Unikat.

Der nächste Kurs ist für Februar (Bauen) / März (Glasieren/Brennen) vorgesehen. Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.